Woody Allen: GOTT

Aufführungstermine:

Freitag, 3. Mai 1996
Samstag, 4. Mai 1996
Dienstag, 7. Mai 1996

jeweils um 20 Uhr im Theaterkeller des Graf-Münster-Gymnasiums


DER FIKTIVE AUTOR WOODY ALLEN ÜBER SEIN WERK :


Am Anfang vom Ende … das Ende vom Anfang

Genau das ist auch das Problem von Hepatitis. Er will nämlich das Athener Dramatiker-Festival gewinnen, trotz solcher Konkurrenten wie Sophokles und Euripides. Was ihm dazu fehlt, ist aber der passende Schluss für sein Stück. Doch dann die Lösung: Es gibt einen Gott - zwar nur als Maschine, aber immerhin. Dieser soll die dankbare, doch ohnmächtige Schar Sterblicher zum Schluss retten. Und so sind alle für Hepatitis erdenklichen Probleme beseitigt, und das Stück kann beginnen.
Gleich darauf legt der griechische Chor in seiner zynischen Art los und erzählt die Geschichte von Phidipides, dem Sklaven. Dieser gerät durchs Schicksal an eine Botschaft, die er König Ödipus überbringen muss. Sie enthält die Antwort auf die Frage, ob es einen Gott gibt. Die Botschaft verärgert den König so sehr, dass er Phidipides töten lassen will. Die halbherzigen Versuche von Doris, einer Sklavin, ihn zu retten, scheitern, und auch Gott ist im entscheidenden Augenblick tot. Mit der Folge, dass das Stück wieder einen Anfang hat. Der Ring schließt sich und endet genauso hoffnungsvoll wie bei Wagner.


DER AUTOR LORENZO MÜLLER ÜBER SEIN WERK:


Meine Botschaft ans Publikum

„Eine Menge Leute aus Bayreuth, Heinersreuth, Bindlach und Gesees gehen ins Theater und schauen sich ein Stück an.“ So lautet die erste Regieanweisung meines Schauspiels „WOODY !N BAYREUTH", in dem ein typischer Schul-Theaterabend dargestellt wird. Eine Kollegiatentruppe versucht ein mittelmäßiges Theaterstück von Herrn Woody Allen auf die Bühne zu bringen. Obwohl es den hochtrabenden Titel „GOTT" trägt, handelt es nur von der schöpferischen Krise eines altgriechischen Dramatikers namens Hepatitis, dem trotz der zahlreichen Tipps seines Hauptdarstellers Diabetes kein geeigneter Schluss für sein Stück „DER SKLAVE" einfällt.
Am Schluss freilich ist die Verwirrung groß. Wer ist das, der da so unnatürlich verrenkt auf der Bühne liegt: Bursitis, ein Schauspielerkollege des Diabetes? Gott? Oder gar Marion Müller, die hübsche Schauspielerin aus meinem „WOODY IN BAYREUTH"? Und an wen richtet sich denn nun die „Botschaft des Autors", wie sie am Schluss im Telegrammstil zu hören ist: An das fiktive Publikum aus Bayreuth (usw.), das Woody Allens „GOTT" sieht? Oder …?
Man kann da schon etwas durcheinanderkommen, zumal fiktive Zuschauer sich manchmal ihrer Beschränktheit und Programmiertheit gar nicht bewusst werden, ja sogar meinen, sie seien real. Deshalb habe ich auch beschlossen, mir einen Spaß zu erlauben: Ich werde diese Interpretation meines Schauspiels, die Sie gerade lesen, zugleich auch im Programmheft der fiktiven Woody-Allen-Aufführung abdrucken lassen, so dass sich auch deren Zuschauer die ewigen Fragen stellen:

Gibt es einen Gott?

Und sind wir alle überhaupt ECHT ?



DIE MITWIRKENDEN:

Woody Allen

Johannes Ponader

Herr Z.

Björn Strößner

Diabetes (Phidipides)

Florian Reißer

Hepatitis

Till Schläger

Doris

Susanne Kalb

Trichinosis

Evamaria Lerner

Souffleur

Annika Müller

Bursitis

Marion Müller

Mann im Publikum

Robert Gemeinhardt

Lorenzo Müller

Tobias Beck

Frau im Publikum

Susanne Pöhlmann

Maria Stuart (König Ödipus]

Katrin Heinold

Freund des Phidipides

Nadine Gabriel

Meister

Björn Strößner

Fred Schicksal

Sebastian Thomas

Gudrun Schicksal

Marion Müller

Wache

Dominic Ehmcke

Frau mit Messer

Sabine Klötzer

Arzt

Björn Strößner

Junge vom Telegraphenamt

Nadine Gabriel

Mortimer

Johannes Ponader

Griechischer Chor

Tobias Beck, Robert Gemeinhardt, Susanne Pöhlmann

Bühnenbild & PR

Eva Lerner, Marion Müller, Susanne Kalb

Maske

Nadine Gabriel, Susanne Pöhlmann

Kostüme

Frau Peda, „Villa Kunterbunt“



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