Jean Anouilhs "La Culotte" heißt bei uns:





Aufführungstermine:

Montag, 3. Juli 2006
Freitag, 7. Juli 2006
Dienstag, 11. Juli 2006

jeweils um 20 Uhr im Theaterkeller des Graf-Münster-Gymnasiums

kostenlose Eintrittskarten im Sekretariat des GMG
oder an der Abendkasse.




„Wer wissen will, wie es denn wäre, wenn die Frauen an der Macht wären, der sollte dieses Stück auf keinen Fall verpassen! Jean Anouilhs „La Culotte“ ist eine witzige, bisweilen zynisch-satirische, fiktionale Gesellschaftsstudie. Sie zeigt uns ein mögliches Szenario auf, wie es wäre, wenn es in Frankreich eine sogenannte Frauenrevolution gegeben hätte um das „fallokratische“ Regime der Männer zu stürzen.

Im Mittelpunkt der Handlung steht Leon, freier Mitarbeiter der renommierten konservativen Zeitung FIGARO, der sich nicht so ganz den neuen Bestrebungen anpassen will. Unser in die Jahre gekommener Held hat es sich nicht nehmen lassen trotz neuer Gesetze weiter seinem Lieblingshobby zu frönen und steht im dringenden Verdacht eine Hausangestellte geschwängert zu haben. Als Strafe stellt ihn seine Frau Ada wortwörtlich an den Marterpfahl, an dem der Arme die meiste Zeit des Stückes schmort und auf seine Verhandlung wartet, denn nach der aktuellen Rechtslage hat er ein schlimmes Verbrechen begangen.

Während des Stückes lernt man viele interessante Charaktere kennen und ihre Versuche sich in diesen etwas anderen Sozialismus einzufügen. Da gibt es den Verteidiger des Angeklagten, der sich hat operieren lassen um eine Karriere im Staatsdienst zu machen; oder einen Hausangestellten, der Gehorsam vorheuchelt und von seiner Frau drangsaliert wird, aber eigentlich auf das Ende dieses Regimes wartet; einen neurotischen Juso, der aber eigentlich nur seinem Vater Leon eins auswischen will; eine achtzigjährige Großmutter, die das Ganze nicht wirklich ernst nimmt; Leons Frau, die ihrer Jugend nachtrauert und ihrem Mann für alles die Schuld gibt; zwei Richterinnen, die eine Vorliebe für süße kleine Mädchen (wie Leons Tochter) haben; und ein Hausmädchen, das nur seine eigene Ziele verfolgt.

Eine interessante und witzige Antwort auf die Frage, wohin uns die Emanzipation der Frauen führen könnte, sicher nicht ohne Grund aus französischer Feder – aber zugleich kann sich der Zuschauer des Eindrucks nicht erwehren, dass die Männer wohl auch nicht besser sind …

Marie Dalinger




DIE MITWIRKENDEN:

PROSPÈRE,
Wirtin, Theaterdirektorin
Lisa Heinrich
GRASSET, Philosoph Michael Stefanek
LEBRET, Schneider Laura Thiele
der KOMMISSÄR Susanne Ruch
GRAIN, ein Strolch Julian Scheffler
SCAEVOLA, Schauspieler Viktor Haag
JULES, Schauspieler Michael Stefanek
HENRI, Schauspieler Thomas Pieper
LEOCADIE, Schauspielerin, Henris Frau Julia Scherzer
FRANCOIS Vicomte von Nogeant Alice Riedel
ALBIN, Chevalier de la Tremouiller Mido Alef
MICHETTE, Schauspielerin Céline Tietz
FLIPOTTE, Schauspielerin Silvana Pyritz
Emile HERZOG von Cadignan Alexander Zahn
GUILLAUME, Schauspieler Susanne Ruch
der MARQUIS von Lansac Hartmut Fischer
SEVERINE, seine Frau Johanna Pöhlmann
ROLLIN, Dichter Deng Yath
GEORGETTE, Schauspielerin Laura Thiele
BALDASSARE, Schauspieler Alexander Zahn
MAURICE, Schauspieler Michael Stefanek
ETIENNE, Schauspieler Julia Scherzer

Souffleuse: Maike Tödter
Kostüme: der Kurs mit Hilfe der
"Villa Kunterbunt", Bindlach
Regie, Bühnenbild, Requisiten,
Schminke, Licht:
der Kurs
Leitung: Elmar Hofmann



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